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C1 erkämpft Remis und hält die Relegation offen

Artikel vom 2. November 2026

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    Wie kühl und ungemütlich das Wetter am Samstag Mittag in Rehden war, war den Spielern beider Teams nicht anzumerken. Schon im obligatorischen Kreis vor dem Anpfiff war bei Hameln mehr Feuer drin als gewöhnlich und auch das abschließende „JFV-Fight“ schallte lauter als sonst. Und eben diese kämpferische Einstellung war es dann auch die die Hamelner nicht nur durch die gesamte Partie trug, sondern auch im Wesentlichen dafür sorgte dass es am Ende zum Unentschieden in der Fremde reichte.

     

    In den ersten Minuten neutralisierten sich beide Teams noch weitestgehend, sodass es in den Offensiven bestenfalls bei Ansätzen blieb. Allmählich kristallisierte sich dann heraus dass die Gastgeber das Mittelfeld schnell mit langen Bällen zu überbrücken suchten. Bisweilen versuchten sie es auch über die Flügel, kamen aber auch hier nicht entscheidend durch. Hameln klärte in dieser Phase einige Male zu Gunsten von Einwürfen und Ecken. Aus diesen Situationen heraus ergaben sich dann die ersten Abschlüsse für Rehden, jedoch zielten die Hausherren dabei nicht genau genug. Auch Hameln setzte nun erste Akzente in der Offensive, kam ebenfalls zu Eckbällen und spielte sich vereinzelt vor Allem über die Flügel durch. Hochklassige Chancen blieben aber die Ausnahme. Lediglich Naymar Haydar kam einmal zu einem klaren Abschluss, doch seinem wuchtigen Schuss fehlte die Präzision. Als Rehden allmählich mehr Spielanteile übernahm und Hameln zunehmend in die Defensive drängte, fiel dann der Führungstreffer für den JFV Hameln. Naymar Haydar hatte die undankbare Aufgabe vorn anzulaufen und rannte natürlich viel hinterher. Zumindest einmal sollte es sich aber dann lohnen. Es waren knapp zwanzig Minuten gespielt als Naymar den hoch stehenden Torwart anlief der das Spiel mit einem langen Ball eröffnen wollte und dabei den heranstürmenden Hamelner Stürmer am Rücken anschoss, woraufhin der Ball mitten ins Rehdener Tor prallte. Da der Ball so natürlich nicht zu kontrollieren war, war das zu Stande kommen des Treffers zwar durchaus glücklich, aber dennoch der verdiente Lohn für Naymars starken Einsatz in dieser Szene!

    Die Hausherren zeigten sich tatsächlich ein wenig geschockt und wurden fahriger im Spiel nach vorn. Hameln jedoch verstand es nicht das für sich zu nutzen und blieb besonders im letzten Drittel zu ungenau, sodass an ein Nachlegen nicht wirklich zu denken war. Stattdessen fing sich Rehden gegen Ende der ersten Hälfte, verbuchte weitere Abschlüsse und hätte den Ausgleich markieren können. Aber weil auch die beste Chance des Spiels ungenutzt blieb als Rehden links durchbrach und zu lange brauchte um auf den völlig blank stehenden Mittelstürmer quer zu legen, konnten die Hamelner die Situation letztlich mit Glück und Geschick bereinigen und die knappe Führung in die Kabine mitnehmen.

     

    Zum Anpfiff der zweiten Hälfte motivierten sich die Gastgeber vor dem Anpfiff noch einmal lautstark, aber es waren dann die Hamelner die sofort den Ball eroberten und den ersten Angriff der zweiten Hälfte fuhren. Wie schon in der ersten Hälfte kam Rehden jedoch allmählich zu mehr Spielanteilen und erhöhte den Druck auf die Hamelner Abwehr zunehmend. Jamie Mantai ging im Hamelner Tor einige Male auf Nummer sicher und faustete die zahlreichen hohen Hereingaben meist kompromisslos weg. Gegen Mitte der zweiten Hälfte gelang dies dann aber einmal nicht optimal und Rehden nutzte die zu kurze Abwehr nach einer Ecke in den Fünfer, um den Ball wuchtig in die Maschen zu befördern. Mit dem Ausgleich pushte sich das Heimteam noch einmal, doch Hameln hielt stark dagegen und warf sich in die Zweikämpfe. Kontergelegenheiten spielte Hameln dabei aber nicht sauber aus, und so kam man nur noch einmal richtig durch. Im Duell eins gegen ein blieb dann aber Rehdens Schlussmann der Sieger. Ebenso machte es Jamie im Hamelner Tor, verkürzte den Winkel stark und blockte einen einschussbereiten Stürmer. Hameln verteidigte zwar gegen die anrennenden Gastgeber meist schon im Mittelfeld die Angriffe stark, konnte aber dennoch nicht alles verhindern. So brauchte es in den Schlussminuten eine weitere starke Parade von Jamie der einen satten Abschluss von der Strafraumkante aus dem oberen Eck kratzte.

    Im Übrigen muss erwähnt werden, dass beide Teams über die gesamte Partie bemüht waren spielerische Lösungen zu finden und somit trotz der hohen Brisanz der Begegnung eine sehr faire Partie zeigten. Zwar kam es im Laufe der Begegnung auf beiden Seiten je einmal zu einem elfmeterreifen Einsteigen aber des Schiedsrichters Pfeife blieb hüben wie drüben stumm und so kam das Relegationshinspiel vollständig ohne Karten aus!

     

    Nach dem Abpfiff zum 1:1 Endstand ernteten die Spieler beider Teams zu Recht den zuversichtlichen Applaus ihrer Fans. Hameln dürfte allerdings mit dem Remis etwas besser leben können. Zwar hatte man die erzielte Führung nicht bis zum Ende halten oder gar ausbauen können aber wenn man bedenkt, dass dies auswärts zu Stande kam und dass Rehden ein klares Chancenplus auf seiner Seite hatte, darf Hameln durchaus zufrieden sein und selbstbewusst ins Rückspiel gehen. Natürlich ist nach diesen ersten 70 gespielten Minuten weiterhin alles völlig offen. Es gilt für Trainer und Team unter der Woche die richtigen Schlüsse aus dem Hinspiel zu ziehen und erneut den Fokus zu schärfen um auch im Rückspiel dem starken Gegner die Stirn bieten zu können und vielleicht ja am Ende den unerwarteten Coup zu schaffen. Anpfiff des Rückspiels ist am Sonntag den 08.11. um 12:00 Uhr auf dem Kunstrasen am Platz von Preußen Hameln (Tönebönweg 4).