C1 feiert Staffelmeisterschaft!

Artikel vom 12. Oktober 2026
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Zwar durfte natürlich gehofft werden, aber es war nicht unbedingt zu erwarten, dass die C1 des JFV Hameln am letzten Spieltag doch noch die Tabellenspitze würde übernehmen können. Und doch gelang dieser Coup! Wenn dafür auch Schützenhilfe notwendig war, gelang es aber eben auch aufgrund der eigenen Willens-Stärke. Damit kann die Vorrunde und ihr Abschluss als Staffelmeister mit einem Satz beschrieben werden der im Laufe der Saison schon mehrmals gut gepasst hatte: etwas glücklich, aber dennoch nicht unverdient!
Den Grundstein dafür, dass Hameln am letzten Spieltag überhaupt noch dran war am derzeitigen Tabellenführer Hannover 96 II, legte die Mannschaft der C1 eine Woche zuvor beim Heimerfolg gegen den SV Blau-Weiß Neuhof, als man einen frühen 0:1 Rückstand nicht nur drehen sondern den Gegner in der Schlussphase regelrecht schwindelig spielen konnte. Während die schwache Chancenverwertung die gesamte Saison immer wieder Thema war, nutzten die Hamelner an diesem Tag beim 6:1 Heimsieg ihre Gelegenheiten und trafen durch fünf verschiedene Torschützen in Person von Lias Menze, Marc Gerhardt, Naymar Haydar (zweimal), Damian Schmereim und Murat Alo. Damit war die Ausgangslage klar: Beim letzten Auftritt der Hinrunde würde es nur dann zur Meisterschaft reichen wenn man das eigene Spiel beim TSV Bemerode gewinnt und Hannover 96 II zeitgleich beim HSC Hannover keinen Sieg einfahren kann.
Dass es dem Trainerteam um Patrick Schake gelungen war den Fokus innerhalb der Mannschaft auf das eigene Spiel zu legen, zeigte sich in Bemerode von der ersten Minute an. Hameln spielte vom Anpfiff weg mutig und selbstbewusst nach vorn und belohnte sich schon nach wenigen Minuten. Eine Hamelner Großchance nach einem Eckball konnte Bemerode nur auf Kosten einer weiteren Ecke klären bei der Hameln es dann noch besser machte. Der Ball kam durch zu Jarno Rhoden der am langen Pfosten aus kurzer Distanz wuchtig abschloss und zur Hamelner Führung einschoss. Hameln blieb dran und setzte gegen überforderte Gastgeber direkt nach, vergab aber in der Folge gleich mehrere sehr gute Gelegenheiten die Führung auszubauen. Dabei dauerte es auch ein wenig bis sich die Hamelner auf die Platzverhältnisse eingestellt hatten, so geriet so mancher eigentlich guter Steckpass zu steil was in der Regel der Tatsache geschuldet war, dass der Ball auf dem Belag des Hockey-Feldes sehr schnell wurde. Und doch spielte Hameln in der ersten Hälfte überwiegend sehr guten Fußball mit mehreren schnell vorgetragenen Pass-Stafetten, leidenschaftlichem Zweikampfverhalten und guten Lösungen auch unter Druck. Dabei ließ die Schake-Elf hinten überhaupt nichts zu. Und so gab es zum Pausentee lediglich die erneut mangelhafte Chancenverwertung zu beklagen.
In der zweiten Hälfte brauchten die Hamelner dann eine ganze Weile um wieder richtig in die Partie zu kommen. Zwar blieb Hameln spielbestimmend, hatte mehr Ballbesitz und zeigte auch weiterhin die bessere Spielanlage als die Bemeroder, konnte sich aber zunächst keine weiteren echten Torgelegenheiten herausspielen. So wurde das Spiel zusehends zerfahrener. Bemerode kam zu Eckbällen und Freistößen in gefährlichen Zonen, konnte aber auch hieraus keine Abschlüsse generieren. So wagte Bemerode in der Schlussphase eine taktische Umstellung im Mittelfeld und schob seinen Spielmacher von der sechs auf die zehn um doch noch zum Ausgleich zu kommen. Das eröffnete Hameln wieder mehr Spielraum und ein besseres Durchkommen im letzten Drittel, sodass sich plötzlich wieder beste Gelegenheiten ergaben die jedoch allesamt ungenutzt blieben. Und so stand statt einer deutlichen Führung weiterhin nur das 1:0 und die Partie blieb bis zum Schlusspfiff offen. Neben der zugegebenermaßen schwachen Chancenausbeute, darf und muss somit die erneut starke Defensiv-Leistung der Hamelner erwähnt werden. An diesem Tag war nicht nur die gesamte Abwehrreihe um den gewohnt starken Damian Schmereim in Bestform sondern auch auf der Sechserposition waren an diesem Tag alle eingesetzten Spieler bärenstark. Besonders Oskar Volkmann muss erwähnt werden. Er, aber auch seine Mitspieler warfen sich mutig in jeden Zweikampf gegen körperlich starke Bemeroder und sicherten somit den Sieg ohne im gesamten Spiel eine echte Torchance des Gegners zuzulassen, sodass Jarnos Treffer zum Triumph genügte. Das war eine sehr starke Teamleistung! Dass diese dann sogar zur Staffelmeisterschaft genügte war der Schützenhilfe eines anderen JFVlers zu verdanken denn weil Mathis Müller mit seiner Mannschaft vom HSC Hannover II die 96er im Parallelspiel am Ende mit 4:1 vom Platz schickte, konnten die Hamelner in Bemerode mit dem knappsten aller möglichen Siege unerwartet und doch verdient den Titel feiern.
Die Staffelmeisterschaft berechtigt die C1 des JFV Hameln nun zur Teilnahme an den Relegationsspielen um den Winter-Aufstieg in die Niedersachsenliga. Dort geht es gegen den JFV RWD Rehden der seine Staffel ohne Punktverlust und mit einer Tordifferenz von plus 61 Toren abgeschlossen hat. Somit dürfte Hameln hier als krasser Außenseiter gehandelt werden, wird aber Rehden sicherlich nicht kampflos ziehen lassen.

