C1 unterliegt bei Hannover 96 II

Artikel vom 24. September 2026
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In einem merkwürdigen Spiel musste sich die C1 des JFV Hameln am Mittwoch Abend bei Hannover 96 II mit 1:3 geschlagen geben. Zehn verbesserte Minuten am Schluss der Partie reichten nicht aus um den 96ern ernsthaft die Stirn zu bieten. Auch wenn es für viele der Jungs direkt von der Schulbank ins Auto und dann auf den Platz ging und es nach zwei englischen Wochen in Folge das siebte Spiel seit dem 30.08. war, ist der müde wirkende Auftritt der Hamelner dennoch etwas verwunderlich, denn der rasante Heimsieg vom Wochenende zuvor und die Aussicht mit einem Auswärtserfolg an die Tabellenspitze springen zu können, hätten doch Motivation genug sein dürfen. Vom Kampfgeist und Siegeswillen der die Hamelner gegen den HSC noch zum verdienten Sieg getragen hatte, war in Hannover bis kurz vor Schluss jedoch nichts zu sehen.
Die 96er hatten aus dem Hinspiel offensichtlich die richtigen Schlüsse gezogen und auch wenn Hameln sich taktisch anders aufstellte als in der Hinrunde, hatte Hannover das Prinzip schnell entschlüsselt und spielte es clever, wenngleich nicht besonders ansehnlich. Gegen hoch aufgerückte Hamelner die das Spiel bei Hannoveraner Ballbesitz kompakt in des Gegners Hälfte halten wollten, schoben die Hausherren ihre Außenverteidiger hoch und erzeugten auf den Flügeln damit stets eine Überzahl. Mit langen Bällen wurde dann das kompakte Mittelfeld mühelos überspielt und die Überzahl auf außen zu den ersten Torannäherungen genutzt. Die Riesenchance zur Führung ergab sich jedoch aus dem Nichts plötzlich für Hameln. Ein perfekter Pass in die Schnittstelle und ein leider nicht konsequenter Abschluss – da hätte Hameln führen können – manche sagen: Müssen.
Stattdessen kam der nächste lange Ball der 96er zentral durch und als bei einem Zusammenprall Hamelns Keeper liegen blieb und der Hannoveraner Abschluss vom Pfosten in Richtung Elfmeterpunkt flog, schaltete Hannover schneller und schoss ins verwaiste Tor zur 1:0 Führung ein. Mit der Führung im Rücken spielte Hannover es nun noch cleverer und ging gar kein Risiko mehr ein. Die 96er ließen sich nicht locken und schoben in der letzten Kette den Ball nahezu endlos hin und her. Und weil Hameln nicht anlief plätscherte die erste Hälfte beinahe ereignislos dahin. Einzig nach einer Ecke hatte Hameln noch einmal eine echte Chance auf einen Treffer. Auch nach der Pause hatte Hannover keinen Grund an der Spielweise etwas zu ändern und auch Hameln fiel weiterhin nichts ein. Einzig Standards schienen ein Mittel zu sein, aber es kam dann bei einer Hamelner Ecke genau anders herum. Hannover schickte bei der abgefangenen Ecke sofort einen Stürmer ins Laufduell. Zwar gelang es noch den Stürmer nach außen zu zwingen aber mit einem perfekten Abschluss aus eigentlich schon zu spitzem Winkel fand der Ball den Weg ins Hamelner Tor. Und als kurz danach nach Hamelner Ballverlust im Zentrum erneut die Überzahl stark ausgespielt wurde, zeigte Hannovers Stürmer dass es kein Sonntagsschuss war – der Abschluss vom selben Spieler zum 3:0 war beinahe eine Kopie des Treffers zuvor.
Mit der komfortablen Führung im Rücken begann Hannover plötzlich auch mutiger zu kombinieren und mit Pass-Stafetten statt mit langen Bällen zu agieren. Das bot den Hamelnern erstmals in der Partie die Möglichkeit auch in die Zweikämpfe zu kommen und Zugriff auf das Spiel zu erlangen. So fiel dann auch der Treffer zum 1:3. Nach Ballgewinn legte Murat Alo perfekt zu Devin Lind quer der noch die Zeit hatte sich den Ball zurechtzulegen um ihn mit Wucht in den Winkel zu donnern. Und tatsächlich hätte Hameln das Spiel in den wenigen verbleibenden Minuten wieder richtig eng machen können aber weil bei zwei weiteren Großchancen einmal die Ruhe und einmal das Glück fehlten blieb es beim hochverdienten Heimerfolg der Hannoveraner.
Für die C1 vom JFV Hameln heißt es damit nun den wichtigen dritten Tabellenplatz der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigt in den verbleibenden drei Partien nicht mehr herzugeben. Schon am Samstag Mittag gibt es dazu die nächste knifflige Aufgabe zu lösen wenn es erneut Richtung Hannover zur Mannschaft von Niedersachsen Döhren geht. Das hitzige und zerfahrene Hinspiel endete nach spätem Hamelner Ausgleich mit 3:3.
